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Mitglied im Verband deutscher Samstagsschulen

ALLEMANN FUN – the early days (1995 bis 2007)


Persönliche Erinnerungen von Sabine Frew, Mitbegründerin, Komiteemitglied und Lehrerin 1995-2014 (geringfügig bearbeitet)

Sommer 1995 – Sommer 1997: Zu Hause

Im Sommer 1995 war mein Sohn Alexander ein Jahr alt und ich habe Helga R. und ihren einjährigen Sohn Robbie kennengelernt. Sie hat mich zu einer privaten deutschen Mutter-Kind-Gruppe eingeladen, wo die anderen Kinder schon etwas älter waren. Im gleichen Jahr lernte ich im Supermarkt Ilona K. mit ihrem einjährigen Sohn Willem kennen und dann im Babywickelraum bei John Lewis auch Christiane M. mit ihrem Sohn Patrick.

Da unsere vier Jungen etwas jünger waren als die Kinder in der anderen Gruppe, begannen wir vier uns privat zu Hause zu treffen. Es kamen noch ein paar deutsche Mütter dazu und über die nächsten zwei Jahre trafen wir uns reihum zu Hause und haben abwechselnd Spiele und Aktivitäten für die Kinder vorbereitet. Das Ganze war zu der Zeit sehr informell und das gemeinsame Interesse lag darin, dass unsere Kinder alle zweisprachig aufwuchsen und wir ihnen Spaß an der deutschen Sprache vermitteln wollten.

Im Oktober 1996 wurde meine Tochter Natasha geboren und nach und nach kamen noch mehr Geschwisterkinder dazu. Unsere kleine Gruppe wurde zu groß für ein Wohnzimmer.

Sommer 1997 – Sommer 1999: Im Engine Shed

Wir suchten nach einem geeigneten Raum - kindgerecht eingerichtet, zentral gelegen und nicht zu teuer - und hatten das große Glück, die Crèche im Engine Shed, St Leonard’s Lane, zu finden.

Im Engine Shed haben wir zwei sehr schöne Jahre verbracht. Wir trafen uns jetzt regelmäßig jede Woche am Freitagnachmittag und durch Mundpropaganda kamen immer mehr Kinder und Mütter dazu. Unsere Kinder waren alle im Vorschulalter und wir Mütter haben das Programm abwechselnd gestaltet und gemeinsam mit unseren Kindern gespielt, gesungen, gebastelt, Ausflüge gemacht und Weihnachten und Fasching gefeiert. Ich erinnere mich an leckere selbstgebackene Plätzchen und an Kuchen, Kasperletheater und Ausflüge ins Museum und zum Botanischen Garten.

Im Sommer 1999 wurden unsere ältesten Kinder eingeschult und unser Kreis war inzwischen so groß geworden, dass es an der Zeit war, ihn in zwei Gruppen zu teilen: eine Mutter-und-Kind-Vorschulgruppe und eine Schulgruppe. Der schöne Raum im Engine Shed wurde zu klein und wir mussten umziehen.

Sommer 1999 – Sommer 2000: Leith Academy

Die Suche nach geeigneten Räumlichkeiten war nicht ganz einfach, aber dann haben wir die neue Crèche in der Leith Academy gefunden und uns ab August 1999 freitagnachmittags dort getroffen. Die Gruppe bestand jetzt aus insgesamt 17 Kindern und in dieser Phase haben wir angefangen, viel organisierter an die Sache heranzugehen.

Der Name Allemann Fun wurde von meiner Schwester in Deutschland vorgeschlagen und von allen angenommen. Jetzt kam auch unser erster Vater dazu - Harald T. mit seinen beiden Töchtern Lieselotte und Greta. Wir haben begonnen, von den Eltern einen Kostenbeitrag zu verlangen, und wir haben ein Allemann-Fun-Bankkonto eingerichtet. Zu diesem Zweck brauchten wir einen Vorsitzenden (Helga R.), einen Schriftführer (Harald T.) und einen Kassenführer (die Autorin). Wir haben auch für unsere Gruppe geworben: beim deutschen Konsulat, bei der deutschen Gemeinde und an der University of Edinburgh.

Die Treffen liefen nach einem gemeinsam beschlossenen Plan ab. Auf freies Spiel folgten geplante Aktivitäten, Snack und gemeinsames Singen. Für die geplanten Aktivitäten haben wir die Gruppe geteilt, und wir hatten einen Einsatzplan, nach dem immer ein/e Mutter/Vater pro Treffen das Programm geplant und vorbereitet hat. Die Kleinen haben die Aktivitäten gemeinsam mit ihren Eltern durchgeführt, die älteren Kinder nur mit dem jeweils zuständigen Erwachsenen. Ab dem zweiten Halbjahr haben wir dann für die Schulkinder eine Lehrerin organisiert und einen separaten Raum in der Leith Academy gemietet.

Nach einem Jahr in der Leith Academy wurde deutlich, dass der Freitagnachmittag für die Schulkinder nicht mehr ideal war, da sie nach einer Woche Schule dann einfach zu müde waren. Zudem wurde unsere Gruppe immer größer und wir hatten inzwischen eine Warteliste.

Nach langem Überlegen und Diskutieren wurde eine Trennung der Gruppe beschlossen. Ein Teil der Eltern wollte sich weiterhin freitagnachmittags in der Leith Academy treffen und die Mehrheit wollte die Treffen auf den Samstagvormittag verlegen. Neue Räumlichkeiten wurden gesucht und es fand der Umzug in die St Margaret’s School in Newington statt.

September 2000 bis Juni 2006: St Margaret‘s School

Ab jetzt trafen wir uns samstagvormittags und nannten uns Allemann Fun German Saturday School. In St Margaret’s hatten wir ganz tolle Räumlichkeiten (P1-Klassenzimmer und Kindergarten) sowie einen sehr schönen Garten. Wir haben mit drei Klassen angefangen: einer Schulklasse für die 5 bis 7-jährigen, einer Vorschulkasse für die 3 bis 5-jährigen und eine Eltern-und-Kindgruppe für die 0 bis 4-jährigen. Für die beiden älteren Klassen haben wir Lehrerinnen eingestellt.

In St Margaret’s hatten wir ganz tolle Räume sowie einen sehr schönen Garten. Die Samstagvormittagsgruppe nannte sich von nun an Allemann Fun German Saturday School und umfasste drei Klassen: eine Schulklasse für die 5 bis 7-jährigen, eine Vorschulkasse für die 3 bis 5-jährigen und eine Eltern-und Kindgruppe für die 0- bis 4jährigen. Die zwei älteren Gruppen wurden von Lehrerinnen betreut.

Nach ca. zwei Jahren mussten wir innerhalb von St Margaret’s umziehen, da unser Teil der Schule umgebaut wurde. Wir bekamen Räumlichkeiten im neuen Kindergarten angeboten. Einige Jahre später waren dann aber unsere großen Kinder aus den Kindergartenmöbeln herausgewachsen und unsere Warteliste war so lang, dass wir wieder umziehen mussten.

2006 bis heute: James Gillespie‘s High School

Seit September 2006 findet der Unterricht von Allemann Fun in der James Gillespie‘s High School statt. Da die dortigen Räumlichkeiten für Kinder unter 3 Jahren völlig ungeeignet sind, haben wir mit dem Umzug unsere Eltern-und-Kind-Gruppe aufgegeben. Es wurden nur noch Kinder im Alter von 3 und mehr Jahren aufgenommen.

Das Komitee bestand zu jenem Zeitpunkt noch immer aus Helga R., Harald T. und mir selbst, aber es brachten sich auch einige andere Eltern in die Organisation unserer Aktivitäten ein. Um den Umzug nach James Gillespie‘s hat sich Oliver Haas gekümmert, der dann auch dem Komitee beigetreten ist und bis 2009 den Sekretärsposten innehatte.

Unsere ältesten Kinder kamen jetzt in die Secondary School und Helga R. und ihr Sohn Robbie haben aufgehört. Mein Sohn Alexander hat noch ein Jahr lang teilgenommen, aber dann ebenfalls aufgegeben. Es schien ein natürliches Ende bei Allemann Fun zu sein, dieser Beginn der High School Zeit.

Bei Gillespie‘s begannen wir mit 26 Kindern und 4 Lehrerinnen und haben das Ganze mehr und mehr organisiert. Es enstand die erste Allemann-Fun-Website, wir wurden Mitglied bei der Vereinigung deutscher Samstagsschulen und nahmen offizielle Kontakte mit dem Konsulat und Goethe-Institut auf, haben Child Protection Policies geschrieben, Zeugnisse eingeführt und Allemann-Fun-Tragetaschen drucken lassen.

Im September 2007 hatte Allemann Fun dann schon fünf Klassenverbände. Ich habe noch bis Juni 2008 als Schatzmeisterin weitergemacht und auch meine Tochter Natasha war bis dahin dabei. Von April 2009 bis Dezember 2011 habe ich bei Allemann Fun als Lehrerin gearbeitet und von Januar 2012 bis Juni 2014 als Aushilfslehrerin.